Pimp my Allerweltsauto: Golf-Tuning

Der VW Golf ist wohl DAS Auto zum Tunen überhaupt! Kaum ein anderes Auto wird so viel modifiziert, umgebaut, individualisiert und gepimped wie das erfolgreichste Modell des Volkswagen-Konzerns. Eng mit dem Golf-Tuning verbunden ist damit auch der “Volkssportler” schlechthin – der Golf GTI. Dabei ist der einst für die Kompaktklasse konzipierte VW so extrem erfolgreich, dass mittlerweile die ganze Klasse selbst auch als Golfklasse bezeichnet wird. So spielt  die Golfklasse nicht nur beim VW Konzern eine herausragende Rolle, sondern ist auch für andere Hersteller in diesem Marktsegment das Maß aller Dinge. Unter diesen Voraussetzungen verwundert es nicht, dass der Golf der meistgetunte fahrbare Untersatz hierzulande ist. Es gibt kaum ein Auto Tuning Magazin, in dem das Golf-Tuning nicht zu finden ist.

Ein Fahrzeug gibt der gesamten Fahrzeugklasse seinen Namen

Als der Golf 1974 auf dem Markt kam, konnte man bei VW noch gar nicht absehen, welch großen  Wurf der Golf darstellen würde. Ursprünglich sollten die bis damals verbauten Heckmotoren einem Modell mit Mittelmotor weichen. Dem damaligen Wolfgang Leiding ist es zu verdanken, dass dieses Konzept verworfen wurde und stattdessen unter der Bezeichnung EA337 in nur 18 Monaten ein Ersatz entwickelt wurde. Bis kurz vor der Veröffentlichung sollte der neue Kompakte mit Frontmotor und Frontantrieb eigentlich Scirocco heißen, was aber kurz vor der Bekanntmachung zu dem Namen Golf geändert wurde. Scirocco war von da ab der Name des Sportcoupés, welches nicht minder wenig die Golf-Tuning- und Motorsportfreunde begeisterte. Selbst die Stufenheckvarianten des Golfs, Jetta und Vento, fanden ihre Anhänger. Der GTI schrieb dabei ebenso Autogeschichte: in seiner Klasse war er lange Zeit der stärkste Seriensportler und nach wie vor ist beim Golf-Tuning die Bezeichnung GTI fast so etwas wie der Heilige Gral.

Beim Golf-Tuning ist nahezu alles erlaubt

Was das Golf-Tuning anbelangt, so gibt es nichts, was es nicht geben würde. Das hat auch VW erkannt, als man mit dem Golf Country einen höher gelegten Allrader auf den Markt brachte. Ebenso gehört auch das Golf Cabriolet zu den Modellen, die gerne tiefergelegt, verbreitert und auf exklusive Alu- oder Chromfelgen gestellt werden und oft auf Golf-Tuning Veranstaltungen zu sehen sind. Natürlich gefallen vielen auch nicht die Serienlackierungen und der Golf wird dann entweder aufwendig foliert oder bekommt einen tollen Effektlack verpasst. Typisch beim Golf pimpen ist auch der Innenausbau. Während es für die einen reicht, Sportschalensitze zu verbauen, gestalten andere Tuning-Fans gleich den kompletten Innenraum neu. Ebenso werden alle Generationen aufgewertet. Beim Golf-Tuning muss es nicht immer die neueste Generation sein, die begeistert. Alleine schon das Synonym “Golf” reicht bei vielen für glänzende Augen. Doch wie sehr das Tuning auch individualisiert wird beim Golf und unabhängig davon, welches Golf-Modell gepimpt werden soll – eines haben sie oft gemeinsam: den Golfball am Schalthebel.

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